Authentifizierung & Kartenleser Glossar

39 Fachbegriffe zu RFID, NFC, Smart Cards und sicherer Authentifizierung im Dokumentenmanagement - verständlich erklärt.

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A

Access Control Layer

Sicherheitsschicht zur Steuerung von Zugriffsrechten auf Benutzer-, Gruppen- und Geräteebene. Ermöglicht granulare Berechtigungen für Scan-, Druck- und Archivierungsfunktionen.

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B

Badge

Ausweis- oder Chipkarte zur Identifikation und Authentifizierung an Geräten. Im Dokumentenmanagement werden Badges häufig für Follow-Me-Printing und sicheren Gerätezugang eingesetzt.

beA (besonderes elektronisches Anwaltspostfach)

Sicheres elektronisches Kommunikationssystem für Rechtsanwälte in Deutschland. Docuflair erstellt beA-konforme Dokumente mit qualifizierter elektronischer Signatur.

Berechtigungen

Definierte Zugriffsrechte, die festlegen, welche Aktionen ein Benutzer oder eine Gruppe in Docuflair ausführen darf. Berechtigungen werden auf verschiedenen Ebenen vergeben: Gerätezugriff, Funktionszugriff (Scannen, Drucken, Archivieren) und Dokumentenzugriff. Die granulare Berechtigungssteuerung ermöglicht die Einhaltung von Compliance-Anforderungen und das Prinzip der minimalen Rechte.

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Biometrie

Authentifizierungsmethode basierend auf einzigartigen körperlichen Merkmalen wie Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Iris-Scan. Biometrische Verfahren bieten hohe Sicherheit ohne Passwörter oder Chipkarten. Am MFP können biometrische Merkmale über NFC-fähige Smartphones zur Authentifizierung genutzt werden.

C

Card Authentication Kit (B)

Kostenpflichtige Zusatzlizenz von Kyocera (CAK(B)), die zwingend erforderlich ist, um USB-Kartenleser an Kyocera HyPAS-Multifunktionsdruckern zu betreiben. Ohne CAK(B) erkennt das Gerät angeschlossene Kartenleser nicht. Die Lizenz ermöglicht Benutzerauthentifizierung per ID-Karte (z.B. Firmenausweis) am MFP. Ein 30-Tage-Testmodus ist verfügbar (max. 3× pro Gerät). Gilt auch für Kyocera-OEM-Geräte von CopyStar, Olivetti, Triumph Adler und UTAX.

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D

Dual-Frequency Reader

Kartenleser, der zwei verschiedene Frequenzen unterstützt (z.B. 125 kHz und 13,56 MHz). Ermöglicht die gleichzeitige Nutzung älterer Proximity-Karten und moderner Smart Cards an einem Gerät.

E

eID (Elektronische Identität)

Digitaler Identitätsnachweis gemäß eIDAS-Verordnung der EU. Ermöglicht grenzüberschreitende Authentifizierung in Europa.

EM4100 / EM4102

Weit verbreitete LF-Transponderchips (125 kHz) des Herstellers EM Microelectronic. EM4100 und EM4102 sind die am häufigsten eingesetzten Kartentechnologien im Niederfrequenzbereich und werden weltweit für Zutrittskontrolle und Zeiterfassung verwendet. Die Chips speichern eine fest programmierte, eindeutige ID-Nummer (Read-Only). Aufgrund ihrer Verbreitung werden sie von praktisch allen Multifrequenz-Kartenlesern unterstützt.

Elatec TWN4

RFID-Kartenleser-Serie von Elatec, die über 60 Kartentechnologien unterstützt (LF 125 kHz und HF 13,56 MHz). Für den Einsatz an Kyocera-MFPs wird eine Kyocera-spezifische Firmware benötigt – Standard-Elatec-Firmware funktioniert nicht. Verfügbare Varianten: MultiTech-S (Standard), MultiTech-P (inkl. NFC), MultiTech-PI (inkl. HID iClass PAC) und LEGIC-Varianten. Anschluss über USB-A, keine zusätzliche Stromversorgung erforderlich.

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F

Follow-Me-Printing

Druckfunktion, bei der Druckaufträge zentral gespeichert und erst am Drucker der Wahl durch Authentifizierung (z.B. Chipkarte, PIN) abgerufen werden. Erhöht Sicherheit und Flexibilität.

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FeliCa

Kontaktlose Smart-Card-Technologie von Sony, die auf 13,56 MHz (HF) arbeitet und vor allem in Japan und Asien verbreitet ist. Wird für Nahverkehrstickets (Suica, PASMO), elektronische Geldbörsen und Zutrittskontrolle eingesetzt. FeliCa wird von Multifrequenz-Kartenlesern wie dem Elatec TWN4 über ISO 18092 unterstützt.

H

HF (Hochfrequenz / High Frequency)

Frequenzbereich bei 13,56 MHz, der für kontaktlose Smart Cards und RFID-Transponder verwendet wird. HF ist der Standard für die meisten modernen Kartentechnologien wie MIFARE, DESFire, HID iCLASS, LEGIC Advant, NFC und FeliCa. Die Reichweite beträgt typischerweise bis zu 10 cm. Geregelt durch die Standards ISO 14443 (Proximity), ISO 15693 (Vicinity) und ISO 18092 (NFC).

HID (iCLASS / Seos)

HID Global ist ein führender Hersteller von Zutrittskontrollsystemen. iCLASS und Seos sind kontaktlose Smart-Card-Technologien für sichere Authentifizierung. Docuflair unterstützt HID-Kartenleser für die Benutzeranmeldung am MFP.

HITAG

NXP-Transponderfamilie im LF-Bereich (125 kHz). HITAG 1 und HITAG 2 sind ältere Varianten, HITAG S bietet erweiterte Sicherheitsfunktionen. Wird für Zutrittskontrolle, Fahrzeugidentifikation und industrielle Anwendungen eingesetzt. Von Multifrequenz-Kartenlesern wie Elatec TWN4 unterstützt (ohne Verschlüsselung).

I

ID Austria

Österreichisches System für die digitale Identität, Nachfolger der Handy-Signatur. Ermöglicht sichere Authentifizierung und qualifizierte elektronische Signaturen.

Inepro

Niederländischer Hersteller von USB-Kartenlesern für Multifunktionsdrucker. Inepro-Kartenleser unterstützen zahlreiche Kartentechnologien (MIFARE, HID, LEGIC, EM u.a.) und werden an MFPs verschiedener Hersteller wie Ricoh, Konica Minolta und Sharp eingesetzt. Die Leser ermöglichen Benutzerauthentifizierung per Chipkarte für Follow-Me-Printing und sicheres Scannen.

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ISO 14443

Internationaler Standard für kontaktlose Smart Cards mit einer Reichweite von bis zu 10 cm. Basis für MIFARE, DESFire und viele andere kontaktlose Kartentechnologien. Arbeitet auf 13,56 MHz.

ISO 15693

Internationaler Standard für kontaktlose Vicinity-Karten mit einer Reichweite von bis zu 1 Meter. Wird häufig für Bibliothekssysteme und Lagerverwaltung eingesetzt.

L

LF (Niederfrequenz / Low Frequency)

Frequenzbereich bei 125 kHz bzw. 134,2 kHz, der für kontaktlose RFID-Transponder und Proximity-Karten verwendet wird. LF-Technologien wie EM4100, HID Prox, HITAG und Indala sind in bestehenden Zutrittskontrollsystemen weit verbreitet. Die Reichweite beträgt typischerweise bis zu 15 cm. LF-Karten sind kostengünstig und robust, bieten aber weniger Sicherheit als moderne HF-Technologien. Dual-Frequency-Reader unterstützen sowohl LF als auch HF.

LEGIC (Prime / Advant)

Schweizer Kartentechnologie für Zutrittskontrolle und Authentifizierung. LEGIC Prime ist das ältere System, LEGIC Advant bietet erweiterte Sicherheit mit AES-Verschlüsselung.

M

MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung)

Sicherheitsverfahren, das mindestens zwei unabhängige Faktoren zur Identitätsprüfung erfordert: Wissen (Passwort, PIN), Besitz (Chipkarte, Smartphone) und/oder Biometrie (Fingerabdruck). Erhöht die Sicherheit gegenüber einfacher Passwort-Authentifizierung erheblich.

MIFARE (Classic / DESFire / Plus)

NXP-Kartentechnologie für kontaktlose Authentifizierung. MIFARE Classic ist weit verbreitet, DESFire EV2/EV3 bietet AES-128-Verschlüsselung für höchste Sicherheit. MIFARE Plus ermöglicht ein Upgrade von Classic auf AES-Sicherheit.

N

NFC (Near Field Communication)

Nahfeldkommunikation für kontaktlosen Datenaustausch über kurze Distanzen (bis 10 cm). Basiert auf 13,56 MHz und wird für Authentifizierung an MFPs, mobile Zahlungen und Zutrittskontrolle eingesetzt. Moderne Smartphones unterstützen NFC nativ.

O

OAuth2

Offener Standard für Autorisierung. Ermöglicht sichere Authentifizierung bei Cloud-Diensten wie Microsoft 365 ohne Speicherung von Passwörtern.

P

Passwordless Anmeldung

Authentifizierungsmethode ohne Passwort, die stattdessen auf Chipkarten (RFID/NFC), biometrische Daten oder kryptographische Schlüssel setzt. Erhöht die Sicherheit durch Eliminierung von Passwort-Schwachstellen (Phishing, schwache Passwörter). Docuflair unterstützt passwortlose Anmeldung am MFP per Kartenleser sowie am Webinterface per Windows-integrierter Authentifizierung.

PIN/PUK-Code

PIN (Personal Identification Number) und PUK (Personal Unblocking Key) als Authentifizierungsmethoden am Multifunktionsgerät. Die PIN dient zur täglichen Anmeldung, der PUK zum Entsperren nach mehrfacher Fehleingabe.

Proximity Card

Kontaktlose Ausweiskarte mit 125 kHz Technologie und einer Reichweite von bis zu 15 cm. Ältere, weit verbreitete Technologie für Zutrittskontrolle, wird zunehmend durch sicherere Smart Cards (13,56 MHz) ersetzt.

Pull Printing

Sichere Druckausgabe, bei der Druckaufträge erst nach Authentifizierung am Gerät freigegeben werden. Synonym für Follow-Me-Printing und Secure Print.

Q

QR-Code Geräteflow Anmeldung

Authentifizierungsverfahren, bei dem ein QR-Code auf dem MFP-Display angezeigt wird. Der Benutzer scannt diesen mit seinem Smartphone, authentifiziert sich dort (z.B. per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung) und wird automatisch am Gerät angemeldet. Kombiniert die Sicherheit mobiler Authentifizierung mit dem Komfort einer schnellen MFP-Anmeldung.

R

RBAC (Rollenbasierte Zugriffskontrolle)

Berechtigungsmodell, bei dem Zugriffsrechte nicht einzelnen Benutzern, sondern Rollen zugeordnet werden. Benutzer erhalten Berechtigungen durch Zuweisung zu einer oder mehreren Rollen (z.B. Administrator, Benutzer, Gast). Vereinfacht die Verwaltung von Berechtigungen in größeren Organisationen.

RFID (Radio Frequency Identification)

Funktechnologie zur kontaktlosen Identifikation mittels Funkwellen. Im Dokumentenmanagement eingesetzt für Benutzeranmeldung am MFP per Chipkarte oder Schlüsselanhänger. Unterschieden in LF (125 kHz), HF (13,56 MHz) und UHF.

RFID-Transponder (Karten, Tags, Chips)

Physische Datenträger mit eingebettetem RFID-Chip zur kontaktlosen Identifikation. Verfügbar als Karten (Scheckkartenformat für Firmenausweise), Tags (Schlüsselanhänger oder Aufkleber) und Chips (in Geräte eingebettete Module). Im Dokumentenmanagement werden sie zur Benutzerauthentifizierung am MFP eingesetzt.

Rollen

Vordefinierte Berechtigungsprofile, die Benutzern oder Gruppen zugewiesen werden. Typische Rollen in Docuflair: Administrator (Vollzugriff), Benutzer (Standard-Scan/Druck), Gast (eingeschränkt). Rollen vereinfachen die Verwaltung von Berechtigungen, da nicht jeder Benutzer einzeln konfiguriert werden muss.

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S

Secure Print

Druckfunktion, bei der Druckaufträge verschlüsselt gespeichert und erst nach Authentifizierung des Benutzers am Drucker ausgegeben werden. Verhindert, dass vertrauliche Dokumente unbeaufsichtigt im Ausgabefach liegen.

Single Sign-On (SSO)

Einmalige Anmeldung, die Zugang zu mehreren Anwendungen gewährt. Docuflair unterstützt SSO über Active Directory und LDAP für nahtlose Benutzeranmeldung.

Smart Card

Chipkarte mit integriertem Mikroprozessor für sichere Authentifizierung und Datenspeicherung. Bietet höhere Sicherheit als einfache Proximity-Karten durch Verschlüsselung und gegenseitige Authentifizierung.

V

Vier-Augen-Prinzip

Kontrollmechanismus, bei dem kritische Aktionen die Bestätigung durch zwei autorisierte Personen erfordern. Bei Docuflair konfigurierbar für sensible Vorgänge wie Dokumentenlöschung oder Schwärzung.

Z

Zugriffsrechte

Berechtigungen, die festlegen, welche Benutzer oder Gruppen auf bestimmte Dokumente, Funktionen oder Geräte zugreifen dürfen. Docuflair ermöglicht granulare Zugriffssteuerung auf Benutzer-, Gruppen- und Geräteebene.

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