1. Duplex als Standard — spart 50 % Papier
Die einfachste und wirksamste Maßnahme: Doppelseitiger Druck wird als Standardeinstellung für alle Nutzer aktiviert. Wer einseitig drucken möchte, muss die Einstellung bewusst ändern. In der Praxis werden 30 bis 40 Prozent aller Drucke, die bisher einseitig waren, automatisch doppelseitig — ohne dass jemand aktiv eingreifen muss.
2. S/W als Standard — Farbe nur bei Bedarf
Farbdruck ist drei- bis fünfmal teurer als Schwarz-Weiß und verbraucht deutlich mehr Toner. Wenn S/W als Standardeinstellung aktiviert wird, sinkt der Farbdruck-Anteil erfahrungsgemäß um 40 bis 60 Prozent. Viele Dokumente (Skripte, Formulare, Textdokumente) benötigen keine Farbe — die Qualität leidet nicht.
3. Druckkontingente schaffen Bewusstsein
Wenn Studierende ein persönliches Druckkontingent haben (z. B. 200 Seiten pro Semester), entsteht ein natürliches Kostenbewusstsein. Die Anzeige „Sie haben noch 47 von 200 Seiten" im Webportal oder am MFP-Display motiviert, vor jedem Druck zu überlegen: Brauche ich diesen Ausdruck wirklich? Oder reicht die digitale Version?
4. Follow-Me Printing reduziert Fehldrucke um 20-30 %
Ohne Follow-Me Printing landen Druckaufträge sofort am Drucker — auch wenn niemand dasteht. Vergessene Drucke, doppelt gedruckte Aufträge und Fehldrucke verursachen bis zu 15 Prozent des gesamten Druckvolumens. Follow-Me Printing eliminiert dieses Problem: Nur was abgeholt wird, wird gedruckt. Nicht abgeholte Aufträge werden automatisch gelöscht.
5. Digitale Abgabe statt Ausdruck
Viele Hochschulen verlangen noch immer gedruckte Abgaben von Hausarbeiten, Berichten und Projektdokumentationen. Die Umstellung auf digitale Abgabe über Lernplattformen wie Moodle oder ILIAS spart pro Semester tausende Seiten. Ein 20-seitiger Bericht, der von 30 Studierenden eingereicht wird, ergibt 600 Seiten — digital sind es null.
6. Druckstatistiken als ESG-KPI im Nachhaltigkeitsbericht
Moderne Druckmanagement-Systeme liefern die Daten, die Hochschulen für ihren Nachhaltigkeitsbericht brauchen: Papierverbrauch in Tonnen, CO₂-Äquivalente, Wasserverbrauch für die Papierherstellung, Energieverbrauch der MFPs. Diese Kennzahlen können als ESG-KPIs (Environmental, Social, Governance) direkt in den Bericht einfließen — inklusive Vorjahresvergleich und Reduktionsziele.