Der Workflow einer automatisierten E-Rechnungsverarbeitung mit DATEV-Integration sieht folgendermaßen aus:
1. Belegeingang
Mandanten reichen ihre Belege digital ein: per E-Mail, über ein Web-Portal oder direkt über DATEV Unternehmen Online. E-Rechnungen im ZUGFeRD- oder XRechnung-Format werden automatisch erkannt und gesondert verarbeitet. Herkömmliche PDF-Rechnungen werden weiterhin per OCR erfasst.
2. Datenextraktion aus XML
Die Software extrahiert die strukturierten Daten direkt aus dem XML der E-Rechnung: Lieferant, Rechnungsnummer, Datum, Netto-/Bruttobetrag, Umsatzsteuer, USt-IdNr., IBAN und Positionsdetails. Bei ZUGFeRD werden die eingebetteten XML-Daten extrahiert, bei XRechnung wird die XML-Datei direkt verarbeitet.
3. Automatischer Buchungsvorschlag
Aus den extrahierten Daten generiert die Software einen Buchungsvorschlag im DATEV-Format: Sachkonto, Gegenkonto, Betrag, Steuerschlüssel, Belegtext. Durch maschinelles Lernen verbessert sich die Kontozuordnung mit jeder verarbeiteten Rechnung — bekannte Lieferanten werden automatisch dem richtigen Konto zugewiesen.
4. DATEV-Übergabe
Die Buchungsvorschläge werden zusammen mit den Belegbildern an DATEV Unternehmen Online oder DATEV Kanzlei-Rechnungswesen übergeben. Der Steuerberater sieht die Vorschläge in seiner gewohnten DATEV-Umgebung und muss sie nur noch prüfen und bestätigen — nicht mehr manuell erfassen.
5. Prüfung und Freigabe
Der Steuerberater prüft die Buchungsvorschläge in DATEV: Stimmt die Kontozuordnung? Ist der Steuerschlüssel korrekt? Bei Abweichungen passt er den Vorschlag an — die Korrektur fließt in die Lernhistorie ein und verbessert künftige Zuordnungen.