Vergleich

Badge, PIN oder Smartphone?

Welche Authentifizierungsmethode passt zu Ihrem Unternehmen?

Die Wahl der richtigen Authentifizierungsmethode am Multifunktionsgerät ist eine der ersten Entscheidungen auf dem Weg zu einem sicheren Dokumentenmanagement. NFC-Badge, PIN-Code, Smartphone-App oder Biometrie — jede Methode hat ihre Stärken und Schwächen. Die richtige Wahl hängt von Ihrem Sicherheitsbedarf, der Unternehmensgröße und den vorhandenen Systemen ab.

Dieser Vergleich hilft Ihnen, die passende Authentifizierungsmethode für Ihr Unternehmen zu finden — vom schnellen Badge-Tap bis zur hochsicheren Zwei-Faktor-Lösung.

Authentifizierungsmethoden im Vergleich

Fünf Methoden, ihre Stärken und ihre Grenzen

Kriterium NFC/RFID-Badge PIN-Code Smartphone (BLE) Biometrie 2-Faktor (Badge+PIN)
Geschwindigkeit <1 Sekunde 3–5 Sekunden 2–3 Sekunden 1–2 Sekunden 3–5 Sekunden
Sicherheit Mittel Niedrig–Mittel Mittel–Hoch Hoch Sehr hoch
Hardware-Kosten 2–5 EUR/Karte + Leser Keine Keine (BYOD) 200–500 EUR/Sensor 2–5 EUR/Karte + Leser
Benutzerfreundlichkeit Sehr hoch Mittel Hoch Hoch Mittel
Größtes Risiko Kartenverlust PIN-Sharing App erforderlich Datenschutz-Bedenken Höherer Aufwand
Verwaltungsaufwand Gering Mittel (PIN-Resets) Mittel (App-Support) Hoch (Enrollment) Gering–Mittel

Die Methoden im Detail

Stärken, Schwächen und typische Einsatzszenarien

NFC/RFID-Badge

Die NFC-Karte ist die mit Abstand beliebteste Authentifizierungsmethode am MFP — und das aus gutem Grund. Das Vorhalten der Karte dauert weniger als eine Sekunde, es muss nichts eingegeben werden und die Karten sind robust und langlebig. In vielen Unternehmen sind NFC-Karten bereits als Zutrittskarten vorhanden, sodass keine zusätzlichen Karten beschafft werden müssen.

Ideal für: Unternehmen jeder Größe, die eine schnelle und unkomplizierte Authentifizierung suchen. Besonders geeignet, wenn bereits Zutrittskarten im Einsatz sind.

PIN-Code

Der PIN-Code erfordert keine zusätzliche Hardware — er wird direkt über das Display des MFP eingegeben. Das macht ihn zur kostengünstigsten Lösung. Allerdings besteht ein erhebliches Risiko: PINs werden geteilt, auf Post-its notiert oder weitergegeben. Außerdem dauert die Eingabe einer 4- bis 6-stelligen PIN deutlich länger als ein Badge-Tap.

Ideal für: Kleine Unternehmen mit wenigen Geräten, die keine Zutrittskarten nutzen und ein geringes Budget haben. Besser als gar keine Authentifizierung.

Smartphone (BLE/App)

Die Smartphone-Authentifizierung nutzt Bluetooth Low Energy (BLE) oder eine App, um den Benutzer am MFP zu identifizieren. Der Vorteil: Mitarbeiter haben ihr Smartphone ohnehin dabei (BYOD-Prinzip). Der Nachteil: Es muss eine App installiert und konfiguriert werden, und nicht alle Mitarbeiter sind bereit, eine Unternehmens-App auf dem privaten Gerät zu installieren.

Ideal für: Technologieaffine Unternehmen mit jüngerem Personal, die keinen physischen Kartenbestand aufbauen möchten.

Biometrie

Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung bietet die höchste Sicherheit, da biometrische Merkmale nicht übertragbar sind. Allerdings sind die Sensoren deutlich teurer als Kartenleser, und die DSGVO stellt strenge Anforderungen an die Verarbeitung biometrischer Daten. In der Praxis ist Biometrie am MFP daher eher selten.

Ideal für: Hochsicherheitsbereiche in Behörden oder Forschungseinrichtungen, wo maximale Sicherheit über Kosten und Komfort gestellt wird.

Zwei-Faktor-Authentifizierung (Badge + PIN)

Die Kombination aus Badge und PIN bietet das Beste aus beiden Welten: Die Karte allein reicht nicht aus, und der PIN allein auch nicht. Selbst bei Kartenverlust kann die Karte ohne den zugehörigen PIN nicht missbraucht werden. Der Nachteil ist der etwas höhere Zeitaufwand pro Anmeldung.

Ideal für: Kanzleien, Behörden und Unternehmen, die besonders sensible Dokumente verarbeiten und höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen.

Einsatzszenarien über den MFP hinaus

Dieselbe Karte für Tür, Drucker, Zeiterfassung und Kantine

Ein großer Vorteil der Badge-Authentifizierung: Die gleiche NFC-Karte kann in verschiedenen Systemen genutzt werden. Das vereinfacht die Verwaltung und erhöht die Akzeptanz bei den Mitarbeitern.

  • MFP-Authentifizierung: Drucken, Scannen und Kopieren erst nach Badge-Tap
  • Gebäudezugang: Türöffnung per Karte statt Schlüssel
  • PC-Login: Schnelle Anmeldung am Arbeitsplatz per Badge statt Passwort
  • Zeiterfassung: Arbeitszeiterfassung beim Betreten des Gebäudes
  • Kantine: Bargeldloses Bezahlen mit der Mitarbeiterkarte

Eine Karte, viele Funktionen: Wenn Sie bereits ein Zutrittsystem mit NFC-Karten nutzen, prüfen Sie, ob dieselben Karten auch am MFP eingesetzt werden können. In den meisten Fällen ist das ohne Kartentausch möglich — Sie brauchen lediglich einen kompatiblen Kartenleser am Gerät.

Empfehlung nach Unternehmensgröße

Die richtige Methode für jede Situation

Kleinunternehmen (1–20 Mitarbeiter)

Empfehlung: NFC-Badge oder PIN — Der einfachste und kostengünstigste Einstieg. Wenn bereits Zutrittskarten vorhanden sind, ist der Badge die klare Wahl. Ohne bestehende Karten kann ein PIN-System als Einstiegslösung dienen.

Mittelstand (20–250 Mitarbeiter)

Empfehlung: NFC-Badge mit Active-Directory-Integration — Die Benutzerverwaltung erfolgt zentral im AD, Berechtigungen werden automatisch synchronisiert. Die Karte bietet den besten Kompromiss aus Sicherheit, Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit.

Behörden und Kanzleien

Empfehlung: Zwei-Faktor (Badge + PIN) — Für Organisationen, die besonders sensible Daten verarbeiten, bietet die Zwei-Faktor-Authentifizierung die höchste Sicherheit. Der Mehraufwand von wenigen Sekunden pro Anmeldung steht in keinem Verhältnis zum Risiko eines Datenschutzverstoßes.

Großunternehmen (250+ Mitarbeiter)

Empfehlung: NFC-Badge mit SSO-Integration — In großen Organisationen ist Single Sign-On entscheidend. Der Badge am MFP lädt automatisch persönliche Profile und Druckaufträge. Die Integration in bestehende SSO-Infrastruktur minimiert den Verwaltungsaufwand.

Finden Sie die richtige Authentifizierung für Ihr Unternehmen

Docuflair Access Control unterstützt alle gängigen Authentifizierungsmethoden — vom einfachen Badge bis zur Zwei-Faktor-Lösung. In einer kostenlosen Demo zeigen wir Ihnen, welche Methode am besten zu Ihren Anforderungen passt.

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Authentifizierung am MFP

Welche Authentifizierungsmethode ist am sichersten?

Die sicherste Methode ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), beispielsweise Badge + PIN. Sie kombiniert Besitz (die Karte) mit Wissen (den PIN-Code). Selbst wenn eine Karte verloren geht, kann sie ohne den zugehörigen PIN nicht missbraucht werden. Für die meisten KMU bietet jedoch ein einfaches Badge-System bereits ein deutlich höheres Sicherheitsniveau als gar keine Authentifizierung.

Kann ich bestehende Zutrittskarten auch am MFP nutzen?

Ja, in den meisten Fällen können vorhandene Zutrittskarten wiederverwendet werden. Docuflair Access Control unterstützt alle gängigen Kartenformate wie Mifare Classic, Mifare DESFire, HID iClass und Legic. Voraussetzung ist ein kompatibler Kartenleser am Multifunktionsgerät. So nutzen Mitarbeiter eine einzige Karte für Tür, MFP und Kantine.

Was kostet die Umstellung auf Badge-Authentifizierung?

Die Kosten sind überschaubar: NFC-Karten kosten 2 bis 5 Euro pro Stück, USB-Kartenleser für MFPs liegen bei 50 bis 150 Euro. Wenn bereits Zutrittskarten vorhanden sind, entfallen die Kartenkosten. Die Software-Lizenz für Docuflair Access Control ist pro Gerät bepreist. Insgesamt amortisiert sich die Investition durch reduzierte Druckkosten und vermiedene Datenschutzverstöße schnell.

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