NFC/RFID-Badge
Die NFC-Karte ist die mit Abstand beliebteste Authentifizierungsmethode am MFP — und das aus gutem Grund. Das Vorhalten der Karte dauert weniger als eine Sekunde, es muss nichts eingegeben werden und die Karten sind robust und langlebig. In vielen Unternehmen sind NFC-Karten bereits als Zutrittskarten vorhanden, sodass keine zusätzlichen Karten beschafft werden müssen.
Ideal für: Unternehmen jeder Größe, die eine schnelle und unkomplizierte Authentifizierung suchen. Besonders geeignet, wenn bereits Zutrittskarten im Einsatz sind.
PIN-Code
Der PIN-Code erfordert keine zusätzliche Hardware — er wird direkt über das Display des MFP eingegeben. Das macht ihn zur kostengünstigsten Lösung. Allerdings besteht ein erhebliches Risiko: PINs werden geteilt, auf Post-its notiert oder weitergegeben. Außerdem dauert die Eingabe einer 4- bis 6-stelligen PIN deutlich länger als ein Badge-Tap.
Ideal für: Kleine Unternehmen mit wenigen Geräten, die keine Zutrittskarten nutzen und ein geringes Budget haben. Besser als gar keine Authentifizierung.
Smartphone (BLE/App)
Die Smartphone-Authentifizierung nutzt Bluetooth Low Energy (BLE) oder eine App, um den Benutzer am MFP zu identifizieren. Der Vorteil: Mitarbeiter haben ihr Smartphone ohnehin dabei (BYOD-Prinzip). Der Nachteil: Es muss eine App installiert und konfiguriert werden, und nicht alle Mitarbeiter sind bereit, eine Unternehmens-App auf dem privaten Gerät zu installieren.
Ideal für: Technologieaffine Unternehmen mit jüngerem Personal, die keinen physischen Kartenbestand aufbauen möchten.
Biometrie
Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung bietet die höchste Sicherheit, da biometrische Merkmale nicht übertragbar sind. Allerdings sind die Sensoren deutlich teurer als Kartenleser, und die DSGVO stellt strenge Anforderungen an die Verarbeitung biometrischer Daten. In der Praxis ist Biometrie am MFP daher eher selten.
Ideal für: Hochsicherheitsbereiche in Behörden oder Forschungseinrichtungen, wo maximale Sicherheit über Kosten und Komfort gestellt wird.
Zwei-Faktor-Authentifizierung (Badge + PIN)
Die Kombination aus Badge und PIN bietet das Beste aus beiden Welten: Die Karte allein reicht nicht aus, und der PIN allein auch nicht. Selbst bei Kartenverlust kann die Karte ohne den zugehörigen PIN nicht missbraucht werden. Der Nachteil ist der etwas höhere Zeitaufwand pro Anmeldung.
Ideal für: Kanzleien, Behörden und Unternehmen, die besonders sensible Dokumente verarbeiten und höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen.